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WissensWert!

"WissensWert!" ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Vector Stiftung und der Vector Informatik GmbH. Herausragende Redner sprechen über interessante Themen und diskutieren mit Mitarbeitern und Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Josef Jochum über die Dunkle Materie

29.11.2017 - Prof. Dr. Josef Jochum vom Physikalischen Institut der Universität Tübingen, über die Dunkle Materie und was das Universum mit Elementarteilchen zu tun hat.

Wie ist die Dunkle Materie im Universum aufgebaut? Besteht die Dunkle Materie aus bisher unbekannten Elementarteilchen? Und können wir diese Teilchen eventuell nachweisen?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich Professor Josef Jochum vom Physikalischen Institut der Universität Tübingen, vor mehr als 220 Teilnehmern bei der Veranstaltung „WissensWert!“ im neuen Gebäude der Vector Informatik und der Vector Stiftung in der Holderäckerstr. 36 in Stuttgart-Weilimdorf.

Zunächst gab es Grundlagen über das Standardmodell der Kosmologie sowie das Standardmodell der Teilchenphysik zu hören. Wobei es sich bei Dunkler Materie um Physik jenseits des Standardmodells handle, erklärte Jochum. Mindestens einer der „Standards“ müsse geändert werden, wahrscheinlich beide. Und weiterhin erklärte er, dass wir bisher keine Antwort haben. Die Natur der Dunklen Materie bleibe rätselhaft.

Neben der Enträtselung des Universums und der Erläuterung elementarer Bausteine der Materie wurden die Wechselwirkungen der Bausteine gezeigt.

Um die Natur der Dunklen Materie zu untersuchen, warf Jochum einen Blick in die Geschichte des frühen Universums, also nach dem Urknall vor 13 Mrd. Jahren. „Schwarze Löcher sind Sternenleichen, nicht Dunkle Materie“, so Jochum.

Und obwohl die Dunkle Materie nach wie vor rätselhaft ist sowohl für die Kosmologie, als auch für die Teilchenphysik, geht Jochum davon aus, dass wir in den nächsten 10 Jahren deutlich mehr darüber wissen werden als heute. „Viele unterschiedliche Projekte sind auf dem Weg und erreichen gerade die notwendige Empfindlichkeit.“

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Prof. Radermacher spricht über „Künstliche Intelligenz“

12.06.2018 – Als Gastredner war Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz-Josef Radermacher vom Institut für Datenbanken und Künstliche Intelligenz der Universität Ulm zu Besuch.
In seinem einstündigen Vortrag „Künstliche Intelligenz und digitale Transformation“ beantwortete er Fragen wie „Was kommt auf uns zu?“ oder „Werden Maschinen so intelligent sein wie Menschen?“. Ungefähr 180 interne und externe Teilnehmer besuchten die Veranstaltung „WissensWert!“ bei der Vector Informatik und der Vector Stiftung in Stuttgart-Weilimdorf.

Die Grundlage der Intelligenz bei Lebewesen begründet Rademacher durch die Evolution: Die Ausbildung der neuronalen Netzwerke bei Lebewesen. Neuronale Netzwerke ermöglichen es, neue Prozesse zu lernen. Z. B. kann man durch Wiederholung und Übung Skifahren lernen.
Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Digitalisierung war die Einführung der Zahlen in Europa. Das römische Zahlensystem wurde um 1000 n.Chr. vom indisch-arabischen Zahlensystem abgelöst. Nun konnten Logarithmen berechnet werden, die einen zentralen Einfluss auf die Mathematik hatten; die wiederum besonders bedeutend für die spätere Computer-Technik war. Schlüsselereignisse in der Entwicklung der Computer waren Alan Turings „Maschine“ sowie die Apollo-Mission. Dort waren Maschinen für die Berechnung der Arithmetik verantwortlich.

Ob Maschinen intelligenter sind als Menschen, verneinte Herr Radermacher. Maschinen sind zwar in der Lage in vielen Bereichen mehr als der Mensch zu leisten, jedoch sammeln sie lediglich große Daten an Informationen und rufen diese wieder ab. So sind sie zwar imstande, beispielsweise das Kaufverhalten eines Kunden vorauszusagen, aber für den Gastredner sind repetitive Abläufe nicht gleich Intelligenz. Die wesentlichen Unterschiede zwischen Mensch und Maschine sind laut Radermacher Gefühle und der biologische Körper, dem das Gehirn innewohnt. Dies sind zwei Entitäten, die die Maschinen gegenwärtig nicht besitzen.

Abschließend erläuterte der Gastredner die digitale Transformation, die sich seit ca. 40 Jahren verstärkt entwickelt: Der heutige Stand der Technik bestimmt was möglich ist. Der Wirtschaftsmarkt reagiert auf diese Entwicklung und nimmt Einfluss auf das Verhalten des Menschen. Sodass der Markt dem Menschen „vorschreibt“ was zu tun ist z.B. mit Kreditkarte Einkaufswagen auslösen.

 

Weitere Themen sind in Planung.